Adventskalender 23
Zum Ende des Adventskalenders und passend zum Thema Weihnachten komme ich noch einmal auf die Bildbearbeitung mit Photoshop zurück.
II. Bildbearbeitung mit Photoshop
Nach wie vor erstaunlicher Beliebtheit erfreut sich die Colorkey-Technik. Dabei wird ein Farbfoto in eine monochrome, meist S/W-Aufnahme umgewandelt. Komplett? Nein: Ein – meist bildwichtiges Element – wird farbig belassen und damit besonders hervorgehoben.
Leider habe ich gerade kein Weihnachtsfoto auf der Platte (…), so dass wieder einmal eines meiner Lieblingsfotos aus dem Herbst 2007 herhalten muss. Das Motiv eignet sich zur Demonstration aber recht gut, also habe ich da wenig Skrupel…
Wer die Bildbearbeitung anhand des Originals nachvollziehen möchte, kann sich das Foto aus der fc ziehen – ach ja: Und wer Kürbissuppe mag (auch wenn die eher in den Herbst gehört…), sollte dem Rezept einmal eine Chance geben.
Hier nun das Foto:
Schritt 1: Einstellungsebene Kanalmixer anlegen
Das Anlegen von Einstellungsebenen sollte inzwischen leicht von der Hand gehen (s. vorangehende Teile) – auf Details verzichte ich daher an dieser Stelle.
Schritt 2: Umwandlung in S/W-Bild
Interessanter ist das Umwandeln des Farbfotos in ein S/W-Bild, die sich mit dem Kanalmixer sehr schön steuern lässt:
Die Grautöne lassen sich sehr komfortabel durch Abmischen der drei Kanäle steuern. Daher arbeite ich sehr gerne mit dem Kanalmixer und nicht mit der Funktion Bild -> Anpassen -> Sättigung verringern.
Meine S/W-Version des Fotos sah nach dem Anpassen der Kanäle so aus – zwingend ist das aber nicht:
Schritt 3: Malen auf der Ebenenmaske
Nun wählen wir einen passenden Pinsel mit nicht allzu weicher Spitze und malen mit schwarzer Farbe auf der Ebenenmaske. Dadurch wird die Einstellungsebene an allen übermalten Stellen transparent und die ursprüngliche Version wird wieder sichtbar:
Nach ein wenig simpler Pinselei…
…ist das zu betonende Element sehr schnell wieder farbig:
Einfacher als gedacht – oder?!
Shortcut des Tages (23. Dezember)
<Umschalt/Shift> + <Strg> + <u> entsättigt das Bild auf einen Schlag – nicht immer zu empfehlen, manchmal aber durchaus nützlich.
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Adventskalender 22
Fotografieren im Winter VIII
Kurz vor dem Abschluss des großen Adventstutorials widmen wir uns letztmals dem Motiv Weihnachtsbaum.
Heute: Fotos vom Weihnachtsbaum (3)
Warum müssen es eigentlich immer statische Fotos vom Weihnachtsbaum sein? In Zeiten von YouTube (Slogan: “Broadcast Yourself” usw.) und Co. und vor allem leistungsfähiger Computer ist es doch kein Problem mehr, aus einer ganzen Serie von (automatisch aufgenommenen) Fotos einen lustigen Videoclip zu basteln:
Edit: Das Video habe ich auf YouTube als privat gekennzeichnet, aber nun kann es nicht mehr jede(r) sehen. Hier der gleiche Clip auf meiner Luminol-Seite.
Schritt 1: Kamera aufbauen und einstellen
Im letzten Jahr haben wir eine Bilderserie von uns beim Schmücken des Weihnachtsbaums aufgenommen.
Dazu habe ich die Kamera (Canon EOS 30D mit dem EF-S 10-22 mm 3.5-4.5 USM) auf mein Stativ montiert und auf den Weihnachtsbaum ausgerichtet (gut – das lag vermutlich auf der Hand…) bzw. dorthin, wo der Baum am Ende stehen sollte.
Da alle Fotos möglichst gleich belichtet werden mussten, um Helligkeitssprünge im Videoclip zu vermeiden, habe ich die Kamera im manuellen Modus betrieben. Dadurch konnte ich Zeit und Blende fest vorgeben. Auch das Blitzgerät war auf manuell eingestellt. Digitalfotografie sei Dank, war es kein Problem, vorher noch ein paar Testaufnahmen zu machen, um die Belichtung genau einzustellen.
Angesteuert bzw. ausgelöst wurde die via USB-Anschluss mit meinem Laptop verbundene Kamera dann vom mitgelieferten EOS Utility, das auch über eine Serienbildfunktion verfügt.
Damit im Videoclip auch ein Fortschritt beim Schmücken des Baumes zu sehen sein würde, habe ich den Computer alle zehn Sekunden ein Foto aufnehmen lassen.
Schritt 2: Videoclip erstellen
Auf das Schmücken des Weihnachtsbaumes selbst gehe ich jetzt nicht weiter ein, sondern komme lieber direkt zum Erstellen des Videoclips.
Software dafür gibt es mehr als genug am Markt. Persönlich arbeite ich schon seit Jahren mit VirtualDub, das nicht mit überflüssigem Klimbim überfrachtet ist, sondern sich auf die wesentlichen Funktionen konzentriert und die dafür richtig gut erledigt. Das Programm wird seit Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und ist dementsprechend ausgereift. Außerdem wird es unter der GPL veröffentlicht und ist somit frei verfügbar (auch sein Quellcode).
Hier kam es mir vor allem auf die Fähigkeit von VirtualDub an, auch Sets von Grafikdateien öffnen und zu einem Videoclip verarbeiten zu können.
Die ausgewählten Serienbilder habe ich zuerst mit IrfanView im Batch-Modus auf das Videoformat herunterskaliert, in das *.bmp-Format konvertiert und durchnummeriert (von 0001.bmp an) , damit VirtualDub die Sequenz automatisch erkennt.
Nun war es recht einfach, die Bildsequenz in VirtualDub zu öffnen, die Bildfrequenz einzustellen (18 Frames pro Sekunde – sollte ein wenig nach Slapstick altem Film aussehen…) und das Video im *.avi-Format abzuspeichern.
AVI (Audio-Video-Interleave, wenn ich mich recht erinnere) ist ein Containerformat, so dass noch ein passender Video- und Audiocodec eingestellt werden muss. Ist aber eigentlich egal, hängt letztlich von der gewünschten Qualität und der weiteren Verwendung ab.
Soll das Video noch auf YouTube veröffentlicht werden, ist eines der geeigneten bzw. empfohlenen Formate (H.264, MPEG-2 oder MPEG-4 für die Video- und werden bevorzugt) auszuwählen.
Viel Spaß :)!
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Adventskalender 21
Fotografieren im Winter VII
So langsam nähern wir uns dem Finale des Adventskalenders 2009, also der Bescherung zum Schluss. Bis dahin sind es aber noch ein paar Tage, an denen es um das Fotografieren im Winter und abschließend noch einmal um die Bildbearbeitung mit Photoshop gehen wird.
Heute: Bildgestaltung durch Schärfekontrast
Kontrastreiche Fotos mag ich sehr gerne – wobei sich Kontrast in dem Zusammenhang nicht zwingend auf die Verteilung von hellen und dunklen Tönen beziehen muss.
Stattdessen kann auch die Verteilung von Schärfe und Unschärfe im Bild bzw. ihr Gegensatz gemeint sein.
Einzelne Elemente im Bild können durch Ausnutzen des Schärfe-Unschärfe-Kontrastes schön betont werden: Die Schärfe liegt auf dem wichtigen Punkt, alle anderen Teile des Bildes verschwinden in der Unschärfe.
An einer Reihe von Eiszapfen zum Beispiel lässt sich das gut durchspielen: Statt die Reihe parallel zur Filmebene und damit alle Zapfen gleichermaßen scharf (oder schlimmer noch: unscharf…) aufzunehmen, würde ich sie eher in einem Winkel von ca. 45 Grad durch die Schärfeebene hindurchlaufen lassen. Die Schärfe liegt dabei nur auf einem im Idealfall besonders schönen Zapfen, die benachbarten werden schon unschärfer abgebildet und die weiter entfernten schließlich verschwinden mehr und mehr im unscharfen Bereich des Bildes.
Dadurch wird der Blick des Betrachters gezielt auf den scharfen, für uns wichtigen Bereich des Bildes gelenkt – eine einfache, aber wirksame Technik.
Um die Schärfentiefe so gering wie nötig zu halten, sollte die Blende entsprechend weit geöffnet werden. Lässt etwas zu sonniges Winterwetter das nur bedingt zu, kann ein neutrales Graufilter genutzt werden, um Licht zu schlucken. Probiert es einfach einmal aus.
Adventskalender 20
Fotografieren im Winter VI
Am 20. Dezember befasst sich der Adventskalender erneut mit dem Motiv Weihnachtsbaum.
Heute: Fotos vom Weihnachtsbaum (2)
Mit einem Zoomobjektiv – am besten einem (Super-)Weitwinkel – lassen sich sehr schön fast schon psychedelische Fotos vom Baum aufnehmen.
Dazu belichten wir das Foto vom Baum so lange, dass wir während des Belichtens die Brennweite durch Drehen (oder Schieben bzw. Ziehen) des Zoomrings verändern können. Abhängig vom Brennweitenbereich, der abgedeckt werden soll und von der Geschwindigkeit des Zoomens, kann dabei z. B. mit Belichtungszeiten von 1/2 bis 1/10 Sek. gearbeitet werden. Das sind freilich nur Erfahrungswerte – probiert im Zweifel einfach ein paar Zeiten durch.
Wer geübt ist, kann das Foto aus freier Hand aufnehmen.
Persönlich empfehle ich aber den Einsatz eines Stativs, denn nur damit werden aus allen punktförmigen Lichtquellen im Bild schön gerade Lichtstrahlen. Ohne Stativ dagegen lässt sich ein zumindest leichtes Verwackeln kaum vermeiden und das verursacht natürlich “Knicke” in den Strahlen.
Der Effekt wirkt sich kreisförmig um den Bildmittelpunkt aus. Das sollte – oder kann wenigstens – bei der Bildgestaltung berücksichtigt werden.



