Remixe: Infrarot
Das Haus an der Ilmenau lässt mich einfach nicht los. Da ich gerade in Remixlaune war und heute etwas Zeit dafür hatte, hier ein paar Remixe von dem Motiv:
Das Haus an der Ilmenau lässt mich einfach nicht los. Da ich gerade in Remixlaune war und heute etwas Zeit dafür hatte, hier ein paar Remixe von dem Motiv:
Zum Ende des Adventskalenders und passend zum Thema Weihnachten komme ich noch einmal auf die Bildbearbeitung mit Photoshop zurück.
Nach wie vor erstaunlicher Beliebtheit erfreut sich die Colorkey-Technik. Dabei wird ein Farbfoto in eine monochrome, meist S/W-Aufnahme umgewandelt. Komplett? Nein: Ein – meist bildwichtiges Element – wird farbig belassen und damit besonders hervorgehoben.
Leider habe ich gerade kein Weihnachtsfoto auf der Platte (…), so dass wieder einmal eines meiner Lieblingsfotos aus dem Herbst 2007 herhalten muss. Das Motiv eignet sich zur Demonstration aber recht gut, also habe ich da wenig Skrupel…
Wer die Bildbearbeitung anhand des Originals nachvollziehen möchte, kann sich das Foto aus der fc ziehen – ach ja: Und wer Kürbissuppe mag (auch wenn die eher in den Herbst gehört…), sollte dem Rezept einmal eine Chance geben.
Hier nun das Foto:
Schritt 1: Einstellungsebene Kanalmixer anlegen
Das Anlegen von Einstellungsebenen sollte inzwischen leicht von der Hand gehen (s. vorangehende Teile) – auf Details verzichte ich daher an dieser Stelle.
Interessanter ist das Umwandeln des Farbfotos in ein S/W-Bild, die sich mit dem Kanalmixer sehr schön steuern lässt:
Die Grautöne lassen sich sehr komfortabel durch Abmischen der drei Kanäle steuern. Daher arbeite ich sehr gerne mit dem Kanalmixer und nicht mit der Funktion Bild -> Anpassen -> Sättigung verringern.
Meine S/W-Version des Fotos sah nach dem Anpassen der Kanäle so aus – zwingend ist das aber nicht:
Schritt 3: Malen auf der EbenenmaskeNun wählen wir einen passenden Pinsel mit nicht allzu weicher Spitze und malen mit schwarzer Farbe auf der Ebenenmaske. Dadurch wird die Einstellungsebene an allen übermalten Stellen transparent und die ursprüngliche Version wird wieder sichtbar:
Nach ein wenig simpler Pinselei…
…ist das zu betonende Element sehr schnell wieder farbig:
Einfacher als gedacht – oder?!
<Umschalt/Shift> + <Strg> + <u> entsättigt das Bild auf einen Schlag – nicht immer zu empfehlen, manchmal aber durchaus nützlich.
Adventskalender 24 >>
Erst wenn das Ausgabemedium (Print, Screen pp.) feststeht, sollte das Bild dazu passend nachgeschärft werden. Für den Ausdruck etwa muss ein Foto deutlich stärker nachgeschärft werden als für die Darstellung am Bildschirm.
Nachdem wir das Foto aus Prag…
…gestern ohnehin in den Modus Lab-Farbe umgewandelt hatten, können wir es heute auch gleich noch im Lab-Modus schärfen.
Zum Nachschärfen eignet sich der Lab-Modus deshalb recht gut, weil hier Helligkeits- und Farbinformationen auf voneinander getrennte Kanäle verteilt sind. Da beim Schärfen – abhängig von der Methode – auch unerwünschte Störungen (z. B. Bildrauschen) verstärkt werden können, sollte das Nachschärfen wenn möglich auf den Helligkeitskanal beschränkt werden. Oft enthalten nämlich die Farbkanäle die Störungen (“Farbrauschen”).
Wir wählen dafür in der Kanäle-Palette den Kanal Lab-Helligkeit:
Um die Wirkung des Schärfens kontrollieren zu können, sollte das Bild unbedingt bei der Zoomstufe 100 % betrachtet werden. Am Rande: (Fast) Nichts sieht schlimmer aus, wie ein überschärftes Bild – man sollte es daher auch nicht übertreiben.
Nun wählen wir unter Filter -> Scharfzeichnungsfilter das passende Werkzeug aus. Mir persönlich gefallen die mit dem Filter Selektiver Scharfzeichner… erzielten Ergebnisse recht gut, Unscharf maskieren… könnt Ihr alternativ aber auch einmal ausprobieren:
Die passenden Einstellungen des Filters hängen nicht zuletzt von der Auflösung des Bildes ab. Den Radius: habe ich hier auf 0,8 Pixel und die Stärke: auf 75 % eingestellt:
Klickt man in die Vorschau, so wird sie bei gehaltener Maustaste deaktiviert. Dadurch kann die Wirkung des Filters gut beurteilt werden:
Damit ist die Bearbeitung des Bildes und der erste große Teil des Adventskalenders 2009 abgeschlossen.
Fragen können gerne direkt unter der jeweiligen Beiträgen gestellt werden – nutzt einfach die Kommentarfunktion.
Mit den Tasten <Strg> + <^>, <Strg> + <1>, <Strg> + <2> usw. können schnell die einzelnen Kanäle des Bildes angewählt werden.
Bevor ich das Kapitel Bildbearbeitung vorläufig abschließe, werden wir das zuletzt bearbeitete Bild noch ein wenig weiter optimieren und dafür auf einige der bereits dargestellten Techniken zurückgreifen.
Am 15. Dezember behandele ich abschließend noch ein Verfahren zum Nachschärfen des Bildes.
Erst einmal öffnen wir aber die gestern (hoffentlich) gespeicherte Datei.
In den folgenden Schritten legen wir erneut eine Füllebene Verlauf an und verstärken anschließend den Kontrast des Bildes (Schritt 1). Danach optimieren wir seinen Look mit der Funktion Bildberechnung (Schritt 2):
Das Er- und Einstellen der Füllebene Verlauf habe ich bereits am 9. Dezember erklärt. Bitte geht einfach wie dort beschrieben vor.
Zur weiteren Steigerung des Kontrastes habe ich über der Füllebene noch eine Einstellungsebene Gradationskurven (Ebene -> Neue Einstellungsebene -> Gradationskurven) angelegt und den Kontrast mittels einer leichten S-Kurve (Lichter im oberen Viertel der Kurve etwas anheben,Tiefen im unterenViertel etwas absenken) noch etwas verstärkt:
Nun spätestens sollte die Datei im Hinblick auf spätere Änderungen der Einstellungen vonVerlauf und Gradationskurve noch einmal unter einem anderen Namen abgespeichert werden.
Im Anschluss reduzieren wir das Bild auf die Hintergrundebene. Dazu klicken wir mit der rechten Maustaste auf die Hintergrundebene in der Ebenenpalette und wählen im Kontextmenu den Punkt Auf Hintergrundebene reduzieren aus:
Dann konvertieren wir das Bild in den Lab-Modus (Bild -> Modus -> Lab-Farbe):
Über Bild -> Bildberechnungen rufen wir den Dialog Bildberechnungen… auf:
Dort wählen wir den Kanal: b, bei Modus: Weiches Licht und stellen eine Deckkraft: von ca. 70 % ein:
Dadurch wirkt das Blau des Himmels noch intensiver, das Bild ansonsten aber eher noch wärmer – hier zumVergleich noch einmal das Bild vor der Bildberechnung:
Das Ergebnis kann sich meines Erachtens sehen lassen, so dass wir nun die Einstellungen mit OK bestätigen können:
Mit <G> wählen wir in Photoshop das Verlaufswerkzeug oder – abhängig davon, welches der beiden zuletzt benutzt wurde – das Füllwerkzeug. Mit <Shift> + <G> können wir dann ggf. noch von dem einen Werkzeug auf das andere umschalten.