Dez 6 2009

Adventskalender 06

II. Bildbearbeitung mit Photoshop

Der zweite Teil behandelt weitere Bearbeitungstechniken, die leicht anzuwenden sind und doch so manches Foto noch sichtbar verbessern können. Unter anderem geht es um ein trickreiches Auswahlverfahren und einen netten Kniff, mit dem die Wirkung spannungsarmer Himmel schnell verbessert werden kann.

Download der Übungsdatei

Damit alle Arbeitsschritte anhand des Ausgangsfotos nachvollzogen werden können, stelle ich auch hier höchst ausnahmsweise (weil heute Nikolaus ist) das Foto im RAW-Format (als *.dng-Datei) zur Verfügung:

Digital Negative

Download: IMG_9267_CB.dng

Das Foto darf nur zu Übungszwecken und nicht anderweitig verwendet, etwa veröffentlicht werden.

Teil 1: Entwicklung der RAW-Datei

Öffnet man die DNG-Datei mit Photoshop, dann wird sie automatisch in den mitgelieferten RAW-Konverter (hier: Adobe Camera Raw 3.7) geladen und kann entwickelt werden:

Schritt 1: Öffnen des Bildes in ACRBei dem schon recht gut (ausgewogen) belichteten Bild können wir es ruhig einmal mit der Automatik von ACR versuchen:

Ergebnis der Automatik von ACRSieht schon ganz brauchbar aus, allerdings stör(t)en mich hier noch die oben links ins Bild ragende Ecke (eines Daches) und das angeschnittene Schild unter dem Denkmal von Jan Hus. Aber der Schnitt lässt sich leicht mit Hilfe des Freistellen-Werkzeugs (wir erinnern uns: Shortcut = c) korrigieren:

Anpassen des BildausschittsKlicken wir mit der rechten Maustaste in den aufgezogenen Rahmen, können wir im Kontextmenu auch das gewünschte Seitenverhältnis des Bildes einstellen:

Seitenverhältnis einstellen

Abschließend habe ich die Helligkeit noch ein wenig (auf +45) reduziert…

Reduzieren der Belichtung auf +45 …und dann das Bild in Photoshop geöffnet:

Das Foto in Photoshop CS2Soweit für heute – im zweiten Teil werden wir die immer noch störende Ecke oben links beseitigen.

Shortcuts des Tages (6. Dezember)

In Adobe Camera RAW (ACR) (de-)aktiviert P die Vorschau, U die Warnung zur Tiefenbeschneidung und O die Warnung zur Lichterbeschneidung.

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Dez 5 2009

Adventskalender 05

I. Bildoptimierung mit Photoshop

Auch am fünten Tag sind wir mit dem neuen Sülfmeister noch nicht ganz fertig.

Teil 2: Optimierung von Fotos durch Bildberechnungen

Die Belichtung gefällt mir nach vier Tagen harter Arbeit an dem Bild (…) inzwischen ganz gut: Das Foto ist kontrastreich, in Tiefen wie Lichtern durchgezeichnet – dennoch könnte es noch etwas kontrastreicher und farbiger sein.

Anstatt nun aber umständlich an Gradationskurven herumzubiegen oder einfach die Sättigung hochzuschrauben, arbeiten wir mit Bildberechnungen. Das hört sich komplizierter an als es ist (keine Sorge:  es geht nach wie vor um Bildbearbeitung für Anfänger).

Schritt 1: Konvertierung des Bildes in den Lab-Modus

Zuerst einmal wandeln wir das Bild in den Lab-Modus um (Menu: Bild -> Modus -> Lab-Farbe):

Schritt 1: Lab-Modus

In der Kanäle-Palette werden nun die Kanäle a und b (sie enthalten die Farbinformationen) sowie ein Kanal Lab-Helligkeit angezeigt:

Schritt 1: Das Bild im Lab-ModusSchritt 2: Bildberechnungen

Anschließend rufen wir die Funktion Bild -> Bildberechnungen… auf:

Schritt 2: Bildberechnungen...Unter Kanal: haben wir nun die Wahl zwischen Lab, Lab-Helligkeit (nicht wirklich, aber probiert es ruhig einmal aus…), a oder b. Ob nun eher Lab, a oder b ausgewählt wird, hängt vom Motiv bzw. den im Bild vorhandenen Farben und nicht zuletzt vom eigenen Geschmack ab. Ich habe mich zunächst einmal für den Lab-Kanal (also die Summe aus allen drei Kanälen) entschieden, den Modus: auf Weiches Licht und die Deckkraft: auf 100 % eingestellt:

Einstellungen für die BildberechnungWählt man nur den Kanal a, werden die roten Töne stärker betont – jedenfalls wirkt das Bild insgesamt noch wärmer:

Bildberechnung mit Kanal a

Der Kanal b dagegen betont eher die Blautöne, so dass mir das im Ergebnis nicht so gut gefiele:

Bildberechnung mit Kanal bNachdem ich alle Kanäle einmal durchprobiert hatte, entschloss ich mich für den Lab-Kanal, habe aber die Deckkraft auf 70 % reduziert, um den Effekt wieder etwas abzuschwächen:

Bildberechnung: Endgültige EinstellungenHier noch einmal die Ausgangsversion des Bildes vor der Bildberechnung (Vorschau deaktiviert):

Zum Vergleich: Das Bild vor der Verrechnung mit dem Lab-Kanal.Der Unterschied sollte deutlich zu sehen sein. Und das alles mit ein paar Klicks – nicht schlecht, oder?

Abhängig vom Motiv können auch durchaus noch andere Verrechnungsmodi als Weiches Licht eingestellt werden. Die Stärke des Effekts schließlich kann über die Deckkraft gesteuert werden, so dass mit der Funktion Bildberechnungen… im Lab-Modus ein einfaches, aber flexibles Werkzeug zur Verfügung steht, um Bilder schnell noch ein wenig aufzuhübschen.

Hier das Endergebnis nach erneuter Wandlung in den RGB-Modus:

Das EndergebnisSoweit zum Sülfmeister. Am Nikolaustag geht es dann mit einem anderen Motiv und weiteren Techniken zur Optimierung von Digitalfotos weiter.

Shortcuts des Tages (5. Dezember)

B wählt in Photoshop das Pinselwerkzeug, ö vergrößert den Durchmesser der Pinselspitze und # verkleinert ihn.

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Dez 4 2009

Adventskalender 04

I. Bildoptimierung mit Photoshop

Das gestern hoffentlich als *.psd-Datei gespeicherte Bild kann gerne wieder mit Photoshop geöffnet werden – wir brauchen es gleich, um daran weiter zu arbeiten.

Teil 1: Korrektur der Belichtung

Im Grunde sind wir mit der Korrektur der Belichtung durch – allenfalls die Wolke oben links im Bild könnte noch etwas mehr Zeichnung vertragen.

Übung: RAW-Entwicklung und mit Licht malen

Schöne Gelegenheit, um die bisher beschriebenen Arbeitsschritte noch einmal zu wiederholen – hier ein paar Anhaltspunkte:

a) Erneute Entwicklung der RAW-DateiNach der RAW-Entwicklung “malen” wir die Wolke ins Bild:

b) Malen mit LichtZwischendurch kann ruhig einmal die Hintergrundebene ausgeblendet werden. Klickt dazu einfach auf das kleine Augensymbol links neben der Ebenenminiatur. So kann einfach überprüft werden, ob alle zu übernehmenden Bildbestandteile aus den Ebenen 1 (“helle Version”) und 2 (“Wolke”) korrekt sichtbar gemacht wurden:

c) Kontrolle zum AbschlussAn ein paar Stellen könnte noch nachgepinselt werden, aber dann passt das schon:

d) Nun passt die Belichtung :)Das soll es nun aber auch mit der Belichtungskorrektur gewesen sein.

Am 5. Dezember werden wir das Foto dann noch weiter optimieren und dafür die Funktion Bildberechnungen… verwenden.

Shortcut des Tages (4. Dezember)

Drückt <Strg> + 0 ["null", nicht "o"...] um das Bild optimal in den Arbeitsbereich von Photoshop einzupassen.

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Dez 3 2009

Adventskalender 03

I. Bildoptimierung mit Photoshop

Auch heute sollte das gestern abschließend als *.psd-Datei gespeicherte Bild schon einmal mit Photoshop geöffnet werden – wir brauchen es gleich.

Teil 1: Korrektur der Belichtung

Am ersten und zweiten Dezember wurde die Belichtung von Lichtern und Tiefen des Bildes an je einer Version korrekt im RAW-Konverter eingestellt. Nun müssen noch beide Varianten kombiniert werden.

Schritt 3: Mit Licht malen

Zunächst blenden wir die obere Ebene des Bildes mit Hilfe einer schwarzen Ebenenmaske aus:

h) Schwarze Ebenenmaske anlegen

Dazu wählen wir entweder im Menu Ebene -> Ebenenmaske -> Alles ausblenden oder wir halten die <Alt>-Taste gedrückt und klicken auf das Symbol Ebenenmaske hinzufügen (drittes von links unter der Ebenenpalette). Das Bild sollte dann so aussehen:

h) Schwarze Ebenenmaske anlegenAlle Pixel der oberen Ebene sind nun ausgeblendet, denn überall dort, wo die Ebenenmaske rein schwarze Pixel enthält, werden die Pixel der zur Maske gehörenden Ebene transparent dargestellt.

i) Aufgehellte Bildbereiche aufmalen

Nun wählen wir das Pinselwerkzeug (Shortcut: B) und einen schönen großen weichen Pinsel (Radius ca. 400 Pixel, Kantenschärfe: 10-15 %):

i) Schönen großen weichen Pinsel wählen und...Malen wir nun mit weißer Vordergrundfarbe auf der schwarzen Ebenenmaske, dann wird unsere Ebene überall dort wieder sichtbar, wo wir auf ihrer Ebenenmaske (nicht auf der Ebene!) mit weißer Farbe malen:

i) ...mit Licht malenBitte achtet darauf, die Ebenenmaske rechts neben der Ebene auszuwählen und nicht die Ebene selbst. Das erkennt Ihr am weißen Rahmen um die Ebenenmaske.

Mit Hilfe der Technik können nun so lange Teile der oberen Ebene sichtbar gemacht werden, bis ein insgesamt ausgewogen belichtetes Bild entstanden ist.

An den Kanten bzw. den Stellen, an denen die Inhalte beider Ebenen zusammentreffen, können wir auch mit einer etwas kleineren Pinselspitze arbeiten:

Vermahlt? Kein Problem: Fehler werde schnell auf der Ebenenmaske korrigiert.Fehler sind schnell zu korrigieren: Einfach Vorder- und Hintergrundfarbe vertauschen (Shortcut: x) und mit schwarzer Farbe auf der Ebenenmaske malen, um Bereiche wieder auszublenden.

Hier wird ein Vorteil des Arbeitens mit Ebenenmasken deutlich: Jeder Schritt ist non-destruktiv, d. h. die Originalpixel beider Ebenen werden überhaupt nicht beeinträchtigt. Lediglich die Sichtbarkeit der Pixel der oberen Ebene wird über eine Ebenenmaske gesteuert.

Eine mächtige Arbeitstechnik, die wir uns merken sollten, denn wir werden wieder darauf zurückkommen.

Bleiben wir aber zunächst einmal bei unserem ersten Bild. Nach Kombination beider Ebenen sollte unser Zwischenergebnis für heute so aussehen:

Zwischenergebnis am 3. DezemberSchon ganz nett – lediglich die Wolke oben links könnte noch ein wenig mehr Zeichnung vertragen.

Aber dazu mehr am 4. Dezember…

Shortcut des Tages (3. Dezember)

Ein Druck auf die Taste x wechselt zwischen Vorder- und Hintergrundfarbe.

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Dez 2 2009

Adventskalender 02

Und weiter geht es mit der

I. Bildoptimierung mit Photoshop

Heute machen wir direkt dort weiter, wo wir gestern aufgehört haben. Das gestern abschließend als *.psd-Datei gespeicherte Bild sollte daher ruhig schon einmal geöffnet werden – wir brauchen es gleich.

Teil 1: Korrektur der Belichtung

Nachdem bei der ersten Entwicklung gestern die Belichtung der Lichter, also der hellsten Bereiche des Bildes, angepasst wurde, soll heute die der Tiefen, also der dunklen Bereiche des Bildes optimal eingestellt werden.

Schritt 2: Entwicklung der RAW-Datei (Tiefen)

Zunächst wird die DNG-Datei erneut mit Photoshop geöffnet:

e) Korrektur der Tiefen

Zur Korrektur der Belichtung in den dunklen Bildteilen wird in ACR zunächst der Wert bei Tiefen auf 1 reduziert:

e) Korrektur der Tiefen

Sofort verschwinden die auf absaufende Tiefen hinweisenden blauen Markierungen fast vollständig.

Anschließend heben wir die Belichtung des Bildes kräftig um etwa +1.00 (Blendenstufen) an:

e) Korrektur der Tiefen

Nun reissen zwar die Lichter im Bild aus (s. rote Markierungen), aber das soll uns nicht weiter stören. Hauptsache, Tiefen und Mitteltöne sind nun richtig belichtet.

f) Zusammenfügen beider Varianten des Bildes

Ist das der Fall, öffnen wir das Bild ebenfalls in Photoshop, wählen das Verschiebenwerkzeug (v), halten die Shift-Taste gedrückt und ziehen unser zweites Bild dabei einfach mit dem Verschiebenwerkzeug auf das erste:

f) Stapeln der beiden Bilder

Wird die Shift-Taste während des Verschiebens gedrückt gehalten, werden die Ebenen gleich korrekt bzw. deckungsgleich aufeinander ausgerichtet.

g) Zwischenergebnis in Photoshop

Das Bild sollte im Ergebnis dann so aussehen:

f) Aufgehellte Version in Photoshop

Das Bild besteht nun aus zwei Ebenen: Der ursprünglichen, zuerst im RAW-Konverter entwickelten Version als Hintergrundebene und der danach entwickelten Variante, im Ebenenstapel darüber als Ebene 1 (hier in helle Version umbenannt).

Am 3. Dezember werden wir aus beiden Ebenen ein ausgewogen belichtetes Bild erstellen – bis dann…

Shortcut des Tages (2. Dezember)

Die Taste v wählt in Photoshop das Verschiebenwerkzeug aus.

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