Dez
18
2009
Fotografieren im Winter V
Die Festtage rücken näher, so dass wir uns heute den Weihnachtsbaum einmal etwas genauer ansehen. Fotos vom geschmückten Baum gehören mehr oder weniger zum Standardprogramm – und doch müssen die Fotos nicht zwingend immer gleich aussehen.
Heute: Fotos vom Weihnachtsbaum (1)
Für nicht ganz alltägliche Fotos vom Weihnachtsbaum benötigen wir ein Makroobjektiv oder wenigstens ein Objektiv mit recht kurzer Naheinstelldistanz (? – oder wie sich das nennt: Mit der Optik müssen jedenfalls auch relativ kleine Gegenstände möglichst bildfüllend aufgenommen werden können).
Wenn wir dann noch eine spiegelnde Kugel als Schmuck an den Baum gehängt haben, nehmen wir einfach die Kugel formatfüllend auf, wobei wir natürlich darauf achten, was genau sich in ihr spiegelt.
Schon haben wir ein Foto vom Baum, wie man es nicht alle Tage sieht.
Beispiele folgen – allerdings erst, wenn ich die Geschenke fertig gebastelt habe.
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Dez
17
2009
Fotografieren im Winter IV
Auch am 17. Dezember bleiben wir noch kurz auf dem Weihnachtsmarkt.
Heute: Fotografieren auf dem Weihnachtsmarkt (2)
Auf dem einen oder anderen Weihnachtsmarkt finden sich nicht nur die üblichen Glühwein- und Kunsthandwerkbuden, sondern auch allerlei Fahrgeschäfte. Bei uns in Lüneburg zur Zeit eine kleine Bahn für die jüngeren Marktbesucher und im letzten Jahr hatten wir sogar ein schön beleuchtetes Karussel auf dem Markt.
Tipp 2: Bewegung sichtbar machen
Vor allem letzteres ist ein durchaus dankbares Motiv: Wenn man schon mit relativ langen Verschlusszeiten arbeiten muss, um möglichst viel Umgebungslicht einfangen zu können, dann kann man das auch ausnutzen, um Bewegung sichtbar zu machen.
Mit einem beleuchteten Karussel geht das recht leicht: Einfach so lange belichten, dass eine deutliche Bewegungsunschärfe zu erkennen ist.
Wenn ich kein Stativ dabei habe und mit Verschlusszeiten arbeiten muss, die regelmäßig zum Verwackeln des Bildes führen (können), greife ich auf mein Blitzgerät zurück: Blende und Zeit stelle ich an der Kamera manuell ein, das Canon-Speedlite (430 EX) im E-TTL-Modus wird dagegen automatisch geregelt, so dass ich z. B. Personen im Vordergrund ausreichend hell und vor allem scharf abbilden kann.
Das sich drehende Karussel im Hintergrund dagegen kann ruhig schön unscharf abgebildet werden: Durch den Schärfe-Unschärfe-Kontrast wird das Hauptmotiv schön betont – außerdem kommt so etwas Schwung in die Fotos vom Weihnachtsmarkt.
Am Rande: Natürlich lässt sich der Effekt auch umkehren, indem das Karussel (nun Hauptmotiv) anvisiert und beim Auslösen passend zu seiner Bewegung mitgezogen wird. Dadurch wird das Karussel scharf abgebildet, der umgebende Weihnachtsmarkt dagegen unscharf.
Morgen nähern wir uns dann so langsam dem Weihnachtsbaum: Auch mit dem lässt sich nämlich so einiges anstellen…
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Dez
16
2009
Fotografieren im Winter III
In der Weihnachtszeit finden sich nicht nur in Städten wie Lüneburg viele schöne Motive: Beleuchtete Giebel, geschmückte Fassaden oder natürlich ein Klassiker: Der gute alte Weihnachtsmann Weihnachtsmarkt.
Heute: Fotografieren auf dem Weihnachtsmarkt (1)
Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es immer viel zu sehen und zu fotografieren, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, wenn (jedenfalls bei uns) das Rathaus angestrahlt wird, die Buden schön beleuchtet sind und das beleuchtete Karussel sich dreht.
Tipp 1: Lichtstimmung einfangen
Ganz allgemein sollte darauf geachtet werden, so viel wie möglich von der Lichtstimmung vor Ort einzufangen. Kamera auf Vollautomatik stellen und am besten alles totblitzen ist insofern vielleicht keine so gute Idee.
Stattdessen sollte die Kamera im manuellen Modus betrieben und dabei die Blende so weit wie möglich geöffnet und dazu eine Verschlusszeit eingestellt werden, bei der aus freier Hand gerade noch so fotografiert werden kann, ohne das Bild zu verwackeln.
Faustregel zur Wahl der längsten noch möglichen Verschlusszeit: Tv = 1 / Brennweite
Das gilt so aber nur bei Vollformatkameras. Bei digitalen Spiegelreflexkameras mit Format- oder Cropfaktor wird die Formel wie folgt abgewandelt: Tv = 1 / (Brennweite * Cropfaktor), also z. B. Tv = 1 / (50 * 1,5) = 1/75. Sieht die Kamera den ermittelten Wert nicht vor, wird einfach die nächstkürzere mögliche Zeit, also z. B. 1/80 eingestellt.
Achtung: Das ist wirklich nur eine Faustregel! Wer etwas geübt ist und die Kamera sehr ruhig bzw. wackelfrei auslösen kann, der mag auch mit längeren Zeiten noch hinkommen. Wer dagegen ohnehin zum Verreißen neigt, sollte lieber noch etwas Puffer einplanen.
Wer jedenfalls immer verwackelte Fotos vom Weihnachtsmarkt mitbringt, sollte entweder die Glühweinbude erst nach dem Fotografieren aufsuchen oder sich einfach an der Faustregel orientieren.
Soweit für den Anfang – am 17. dann mehr zum Fotografieren auf dem Weihnachtsmarkt…
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Dez
15
2009
Erst wenn das Ausgabemedium (Print, Screen pp.) feststeht, sollte das Bild dazu passend nachgeschärft werden. Für den Ausdruck etwa muss ein Foto deutlich stärker nachgeschärft werden als für die Darstellung am Bildschirm.
II. Bildbearbeitung mit Photoshop
Nachdem wir das Foto aus Prag…

…gestern ohnehin in den Modus Lab-Farbe umgewandelt hatten, können wir es heute auch gleich noch im Lab-Modus schärfen.
Teil 6: Schärfen des Bildes
Zum Nachschärfen eignet sich der Lab-Modus deshalb recht gut, weil hier Helligkeits- und Farbinformationen auf voneinander getrennte Kanäle verteilt sind. Da beim Schärfen – abhängig von der Methode – auch unerwünschte Störungen (z. B. Bildrauschen) verstärkt werden können, sollte das Nachschärfen wenn möglich auf den Helligkeitskanal beschränkt werden. Oft enthalten nämlich die Farbkanäle die Störungen (“Farbrauschen”).
Schritt 1: Kanal Lab-Helligkeit auswählen
Wir wählen dafür in der Kanäle-Palette den Kanal Lab-Helligkeit:
Um die Wirkung des Schärfens kontrollieren zu können, sollte das Bild unbedingt bei der Zoomstufe 100 % betrachtet werden. Am Rande: (Fast) Nichts sieht schlimmer aus, wie ein überschärftes Bild – man sollte es daher auch nicht übertreiben.
Schritt 2: Scharfzeichnungsfilter “Selektiver Scharfzeichner”
Nun wählen wir unter Filter -> Scharfzeichnungsfilter das passende Werkzeug aus. Mir persönlich gefallen die mit dem Filter Selektiver Scharfzeichner… erzielten Ergebnisse recht gut, Unscharf maskieren… könnt Ihr alternativ aber auch einmal ausprobieren:
Die passenden Einstellungen des Filters hängen nicht zuletzt von der Auflösung des Bildes ab. Den Radius: habe ich hier auf 0,8 Pixel und die Stärke: auf 75 % eingestellt:
Klickt man in die Vorschau, so wird sie bei gehaltener Maustaste deaktiviert. Dadurch kann die Wirkung des Filters gut beurteilt werden:

Damit ist die Bearbeitung des Bildes und der erste große Teil des Adventskalenders 2009 abgeschlossen.
Fragen können gerne direkt unter der jeweiligen Beiträgen gestellt werden – nutzt einfach die Kommentarfunktion.
Shortcuts des Tages (15. Dezember)
Mit den Tasten <Strg> + <^>, <Strg> + <1>, <Strg> + <2> usw. können schnell die einzelnen Kanäle des Bildes angewählt werden.
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Dez
14
2009
Bevor ich das Kapitel Bildbearbeitung vorläufig abschließe, werden wir das zuletzt bearbeitete Bild noch ein wenig weiter optimieren und dafür auf einige der bereits dargestellten Techniken zurückgreifen.
Am 15. Dezember behandele ich abschließend noch ein Verfahren zum Nachschärfen des Bildes.
II. Bildbearbeitung mit Photoshop
Erst einmal öffnen wir aber die gestern (hoffentlich) gespeicherte Datei.
Teil 5: Optimierung des Bildes
In den folgenden Schritten legen wir erneut eine Füllebene Verlauf an und verstärken anschließend den Kontrast des Bildes (Schritt 1). Danach optimieren wir seinen Look mit der Funktion Bildberechnung (Schritt 2):
Schritt 1: Verlaufsfüllung und Gradationskurven
Das Er- und Einstellen der Füllebene Verlauf habe ich bereits am 9. Dezember erklärt. Bitte geht einfach wie dort beschrieben vor.
Zur weiteren Steigerung des Kontrastes habe ich über der Füllebene noch eine Einstellungsebene Gradationskurven (Ebene -> Neue Einstellungsebene -> Gradationskurven) angelegt und den Kontrast mittels einer leichten S-Kurve (Lichter im oberen Viertel der Kurve etwas anheben,Tiefen im unterenViertel etwas absenken) noch etwas verstärkt:
Nun spätestens sollte die Datei im Hinblick auf spätere Änderungen der Einstellungen vonVerlauf und Gradationskurve noch einmal unter einem anderen Namen abgespeichert werden.
Schritt 2: Bildberechnung im Lab-Modus
Im Anschluss reduzieren wir das Bild auf die Hintergrundebene. Dazu klicken wir mit der rechten Maustaste auf die Hintergrundebene in der Ebenenpalette und wählen im Kontextmenu den Punkt Auf Hintergrundebene reduzieren aus:
Dann konvertieren wir das Bild in den Lab-Modus (Bild -> Modus -> Lab-Farbe):

Über Bild -> Bildberechnungen rufen wir den Dialog Bildberechnungen… auf:

Dort wählen wir den Kanal: b, bei Modus: Weiches Licht und stellen eine Deckkraft: von ca. 70 % ein:
Dadurch wirkt das Blau des Himmels noch intensiver, das Bild ansonsten aber eher noch wärmer – hier zumVergleich noch einmal das Bild vor der Bildberechnung:
Das Ergebnis kann sich meines Erachtens sehen lassen, so dass wir nun die Einstellungen mit OK bestätigen können:

Shortcuts des Tages (14. Dezember)
Mit <G> wählen wir in Photoshop das Verlaufswerkzeug oder – abhängig davon, welches der beiden zuletzt benutzt wurde – das Füllwerkzeug. Mit <Shift> + <G> können wir dann ggf. noch von dem einen Werkzeug auf das andere umschalten.
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2 Kommentare | tags: Adventskalender, Bildberechnung, Einstellungsebene, Gradationskurve, Photoshop, Verlauf | abgelegt unter Bildbearbeitung, EBV/EBB, Tutorials, Workshops