Christians Fotoblog

Photographie | digitale Bildbearbeitung
Fototechnik

HDRI

High Dynamic Range Imaging

Angesichts des nach wie vor etwas – hm – ungünstigen Fotowetters habe ich gestern damit begonnen, mich endlich einmal etwas ausführlicher mit dem High Dynamic Range Imaging zu beschäftigen, das mich schon länger interessierte.

Hier ein kleines Beispiel, das allerdings recht schlecht ist, da ich nur auf eine einzelne RAW-Datei (aus dem verschieden belichtete Fotos entwickelt wurden) zurückgreifen konnte (außerdem ist es verwackelt… ;)):

DRI-Beispiel

Trotz der lausigen Qualität, sollte zu erkennen sein, worum es geht: Der Dynamikumfang eines Fotos wird durch die Kombination der Aufnahmen einer Belichtungsreihe desselben Motivs erweitert, so dass (wesentlich) mehr Tonwerte im Bild wiedergegeben werden, als in einem einzelnen Foto.

Nachfolgend ein paar Links mit Seiten zu weiteren Informationen (Theorie) und vor allem zu (freier) Software, die das Verrechnen der Einzelbilder – nach Wunsch auch vollautomatisch – übernimmt:

So: und nun ziehe ich – Winter hin oder her – los, und mache Belichtungsreihen… – Ergebnisse demnächst hier.

Reprofotografie … (3.)

Oder: Wie man sich seine Bandscheiben vor der Zeit ruiniert…

Gestern und heute früh habe ich einmal mehr ein Buch abfotografiert. Es handelt sich um ein Werk von 1864 (nur falls jemand Bedenken wegen etwaiger Urheberrechtsverletzungen haben sollte…).

Insgesamt habe ich die 740 Seiten relativ schnell aufnehmen können. Da ich allerdings während der gesamten Zeit mehr oder weniger schräg vornübergebeugt gestanden habe, um durch den Sucher meiner auf ein Stativ montierten Kamera schauen zu können, muss ich dabei irgendwie meine Bandscheiben etwas überbeansprucht haben – jedenfalls schmerzt mein Rücken immer noch.

Es hat sich aber gelohnt und ich bin schon fast fertig damit, die Aufnahmen aufzubereiten, um eine vernünftige Vorlage für etwaige Ausdrucke zu erhalten.

Da ich jetzt einige Erfahrungen mit Reprofotografie (jedenfalls einer einfachen Variante davon) sammeln konnte, werde ich wohl eine eigene Seite dazu schreiben, auf der ich alles Wissenswerte dazu zusammenstelle.

Reprofotografie mit der EOS 300D (2.)

Oder: wie man nicht kopierbare Bücher doch kopiert […]

Einige Bücher, die ich für meine Doktorarbeit auswerten muss, dürfen aufgrund ihres Alters nicht fotokopiert werden. Nebenbei: selbst wenn ich sie kopieren dürfte, lasse ich es bei manchen lieber bleiben, weil ich befürchte, dass sie andernfalls zwischen meinen Fingern zu Staub zerfallen… Schließlich ist es natürlich auch eine Kostenfrage, denn selbst wenn Fotokopien inzwischen recht günstig sind, kommt im Laufe der Zeit einiges an Kopierkosten zusammen.

Da ich die einschlägigen Bücher meist nur per Fernleihe bekommen kann und sie mir dementsprechend nur sehr begrenzte Zeit zur Verfügung stehen, musste ich mir also etwas einfallen lassen, wenn ich auch nach Rückgabe der Titel noch auf ihren Inhalt zurückgreifen möchte (ohne sie nochmals ausleihen zu müssen).

Nach der erfolgreichen Reproduktion der Karte, machte ich mich also erneut daran, eine Quelle schlicht abzufotografieren.

Folgende Hilfsmittel (neben der Kamera selbst natürlich) habe ich dafür benutzt:

  • Canon EF 50 mm f/1.8 II
  • Stativ
  • Drahtauslöser

Das Buch habe ich auf einen relativ niedrigen Tisch abgelegt und die Kamera bzw. die Sensorebene u. a. mit Hilfe der Libellen am Stativkopf parallel dazu ausgerichtet, um Verzerrungen möglichst zu vermeiden. Völlig ausschließen lassen sie sich freilich nicht, da ich das Buch nur behutsam aufschlagen und nicht etwa gewaltsam öffnen wollte.

Da es sich bei dem Buch um ein statisches Motiv handelt, musste ich mir um die Belichtungszeit keine Gedanken machen, sondern konnte – im Gegenteil – sogar noch auf Blende 8 abblenden, um zum einen eine möglichst große Schärfentiefe zu erhalten, zum anderen aber auch die gute Abbildungsqualität der Festbrennweite optimal auszunutzen.

Nachdem alles ein- bzw. ausgerichtet und der Drahtauslöser angeschlossen war, konnte es losgehen. Im Grunde lief es so ab: *klick* – kurzer Kontrollblick – *umblätter* – *klick* usw.

Ausnahmsweise habe ich die Bilder hier einmal nicht im RAW-, sondern gleich im JPEG-Format aufgenommen, nachdem ich passende Bearbeitungsparameter eingestellt hatte. Das ersparte mir die Nachbearbeitung.

Apropros Nachbearbeitung: sollte sie gleichwohl erforderlich oder gewünscht sein, kann ich dafür IrfanView uneingeschränkt empfehlen: es ist – soweit es für nicht-kommerzielle Zwecke eingesetzt wird – Freeware und verfügt über einen extrem praktischen Batch-Modus, so dass sich eine Vielzahl von Bildern am Stück bearbeiten oder umbenennen lassen. So habe ich etwa die Fotos im Stapelverarbeitungs-Modus umbenannt, da ich jedem Dateinamen die dazugehörende Seitenzahl voranstellen wollte, was mich – hätte ich das von Hand erledigen müssen – wahrscheinlich Stunden gekostet hätte (so war es in wenigen Sekunden erledigt).

Nachfolgend eine Seite aus einem der zuletzt von mir abfotografierten Bücher:
[Titelseite]

Die 6,3 Megapixel der 300D machen sich hier wirklich bezahlt: die Auflösung ist nicht nur hoch genug, um die Bilder gut am Bildschirm lesen zu können – sie reicht auch locker aus, um später ggf. scharfe Abzüge oder Ausdrucke der Fotos herstellen zu können.

Mit etwas Übung ist das Abfotografieren überdies schneller als das Fotokopieren. Für mich ist es nach alledem die Methode der Wahl, wenn fotokopieren nicht möglich ist oder ich ein digitales Faksimile eines schon etwas älteren Buches benötige.

Neue Seite zur Infrarotfotografie

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich etwas intensiver mit Infrarotfotografie, die – DSLR sei Dank – nun endlich bezahlbar ist…

Erste Ergebnisse stelle ich von Zeit zu Zeit in der fotocommunity zur Diskussion bzw. dort in meinem Fotohome aus.

Daneben schreibe ich zur Zeit an einer gesonderten Seite zur Infrarotfotografie. Sie ist aber noch nicht fertig, sondern noch in Arbeit.